Line-Up 2026

Hier die bisher bestätigten Live Acts 2026: La Sécurité + Octopoulpe + Giulia Dabalà + AFAR + John Moods + Body Horror + Takkak Takkak + Gros Coeur + Marius Leicht + Grote Geelstaart + Dolphin Love + Antoní + Zoomies + Scheisze Noch Eins! + DJ c’ET + DJ Duo Grachtwater + …

La Sécurité

Das kanadische Art-Punk-Kollektiv La Sécurité wird uns mit ihren treibenden Beats und schrägen Gitarren- und Synthiesounds die Schweißperlen auf der Stirn schwindlig spielen. Gesungen wird auf Englisch und Französisch und die Texte feiern in Anlehnung an die Riot-Grrrl-Bewegung die Selbstbestimmung von Frauen, gute und gut gemeinte Freundschaften und die Entnormalisierung des patriarchalen Blicks. Auch akustisch greifen La Sécurité auf die DIY-Button-Fanzine-Punkrock-Ästhetik der frühen 1990er Jahre zurück, nicht ohne den musikalischen Bogen ins Hier und Jetzt zu spannen und dabei unverschämt fresh zu klingen.
Sängerin Éliane Viens-Synnott und Bassist Félix Bélisle starteten 2022 das Projekt und 2023 erschien mit „Stay Safe!“ ihr Debütalbum als fünfköpfige Band. Am 12. Juni wird ihr zweites Album „Bingo!“ (Bella Union / Mothland) erscheinen, bevor La Sécurité dann am 31. Juli am Hauptmannsgrüner Mühlteich auftaucht.

La Sécurité @bandcamp

Body Horror

Die britischen Musiker trafen 2016 in Tottenham inmitten der Londoner Warehouse-Partyszene aufeinander und schufen aus ihren gemeinsamen Vorlieben für exzessive Raves, durchgefeierte Nächte und absoluter Entgrenzung das Projekt Body Horror, dessen Debütsingle „The Gimp’s Gimp“ 2021 erschien.
Stilistisch oszilliert die Band zwischen Post-Punk, technoiden Einflüssen und Industrial-Sound. Dabei geht es für Body Horror voller Überzeugung immer in eine Richtung: nach vorn. Sie lassen Drumcomputer gegen analoges Schlagzeugset antreten, setzen Synthie-Sequenzen gegen hypnotische Gitarren- und Bassläufe und verschmelzen das Ganze mit Gethyn Thomas’ archaisch-rhythmisierendem Gesang zu einer schmutzigen, knarzenden und pulsierenden Verbindung freier Radikale.
Mit Body Horror wird einer der aufregendsten Londoner Underground-Acts bei uns zu Gast sein, Prädikat: äußerst spannend!

Body Horror @bandcamp

Octopoulpe

Das musikalische Unwesen Octopoulpe kroch 2015 in Südkorea an Land, zum Bersten gefüllt mit unrealistischen Ideen und ausgestattet mit einem endlosen Heißhunger auf Live-Gigs. Seit dem irritiert und verzaubert zugleich Octopoulpe sein weit verstreutes und stetig wachsendes Puplikum als multifunktionale Kreatur, die – Tentakeln sei Dank – gleichzeitig als Sonne und Mond ihrer multimedialen One-Man-Show agiert. Dennoch hält sich Octopoulpe die Verkopfung vom mutierten Leib: ausgesprochen arty aber immer auch very hardcorish, stilistisch Punk und Math-Rock ebenso verschrieben wie Hyperaktivität und Reizüberflutung. Nach unserer Analyse können wir Octopoulpe ausgezeichnete L*abore-Werte attestieren!

Octopoulpe @bandcamp

AFAR

Die beiden Berliner Musiker*innen Elena Gniss und Joseph Varschen lassen Welten verschwimmen und bewegen sich zwischen wavig-kühler Pop-Ästhetik und warmen, organischen Soundlandschaften. Bereits in ihrem Debütalbum “Music From Afar“ (2019, Drosssel) lotet das Projekt diese musikalischen Grauzonen aus, verbindet definierte Popkomposition mit eloquenter Stimme und modulierender, facettenreicher Instrumentierung. AFARs Musik saugt Orte und Stimmungen in sich auf, um neue Räume und Atmosphären entstehen zu lassen – konzentriert, aber niemals klinisch.
Vergangenes Jahr erschien mit „Changing Rules“ (Laut & Luise) ihr drittes Studio-Album, und in wenigen Monaten könnt ihr beim #Labore2026 live in AFARs vielschichtige Sphäre eintauchen!

AFAR @bandcamp

Takkak Takkak

Der japanische Produzent Shigeru Ishihara (alias DJ Scotch Egg, WaqWaq Kingdom, Scotch Rolex) und der in Vilnius lebende indonesische Multiinstrumentalist J. „Mo’ong“ Santoso Pribadi (Raja Kirik) werden beim L*abore 2026 die Früchte ihrer jüngsten Kollaboration vom Baum schütteln. Takkak Takkak heißt ihr Projekt, eine lautmalerische Anspielung auf die vokale und instrumentale Perkussion der asiatischen Kulturen, und es hat es wirklich in sich: meditative Beats werden polyrhythmisch erweitert, tranceartige Klangräume gewebt, auditive Explosionen herbeigeführt. Ihr Instrumentarium ist reichhaltig und besteht neben elektronischem Setup aus bespielbarem Schrott und improvisierten DIY-Instrumenten, durch deren Verfremdung, Zusammenspiel und Verschmelzung eine nahezu mystische Atmosphäre geschaffen wird. In dieser sprechen Takkak Takkak dann äußerst angeregt miteinander, treiben sich in ekstatische Zustände und vergessen dabei auch nie eine Portion musikalischen Humor durchklingen zu lassen.
2024 veröffentlichten Takkak Takkak ihr gleichnamiges und hochenergetisches Debüt (Nyege Nyege Tapes) und wir platzen vor Neugier auf ihre Show im Sommer!

Takkak Takkak @bandcamp

John Moods

Dolphin Love

Dolphin Love bringt seinen warmen, verträumten Indie-Sound aufs Festival L*abore – voller Leichtigkeit, Kontraste und dieser Peace & Love Energie, an man beim Zuhören sofort andocken möchte.
Zwischen sonnigen Vibes und nachdenklichen Beobachtungen erstreckt sich sich die Klangwelt von Dolphin Love, die gleichzeitig intim und grenzenlos wirkt. Nach gefeierten Releases und starken Live-Shows quer durch Europa ist klar: Das wird besonders!
Wir freuen uns riesig, ihn beim Labore Festival 2026 dabei zu haben!

Dolphin Love @bandcamp

Grote Geelstaart

Die fünf Namensvettern der Bernsteinmakrele bewegen sich wie Schwarmfische durch unruhiges Gewässer: rastlos, reflexartig die Richtung wechselnd und dabei immer im sensorischen Einklang. Das niederländische Noise-Rock-Quintett prescht nach vorne, ächzt, schreit, und stampft dabei, um im nächsten Moment die Route zu ändern, sich aufzulösen oder einen völlig neuen Sammelplatz aufzusuchen. Entfesseltes Drumming und treibende Gitarrensalven machen dann Platz für Synth-Arpeggios und weite Soundlandschaften, schaffen psychedelische Aufenthaltsräume oder laden auf versöhnliche Landpartien ein – bis nach wenigen Sekunden ein neuer Impuls gesetzt wird: im Saxophon-Stakkato, am zweiten Drum-Kit ,mit sermonartigen Gesängen oder repetitiven Lines. Komplexe aber sorgfältige Kompositionen helfen den geneigten Zuhörer*innen dabei, auf Affekte und die zuckenden Tanzbeine zu vertrauen und so nie den Anschluss zu verlieren.
2025 veröffentlichten Grote Geelstaart ihre Debüt-EP „Van Reijnst“ und wir sind endlos neugierig, dieses blutjunge Bandprojekt am Mühlteich zu bestaunen!

Grote Geelstart @bandcamp

Giulia Dabalà

Die schweizerisch-italienische Sängerin und Produzentin Giulia Dabalà veröffentlichte vergangenes Jahr mit „Cruda“ ihr zweites Studioalbum. In Zusammenarbeit mit Hook (Muthoni Drummer Queen / Murmures Barbares) und dem Produzenten und DJ Ripperton stellte sie ein avantgardistisches Pop-Album auf die Beine, das soulige bis polternde Rap-Beats mit vielschichtigen, flirrenden Sound-Arrangements und Giulia Dabalàs sinnlicher und gleichzeitig kraftvoll fordernder Stimme eindrucksvoll zu verbinden weiß. Der kosmopolitische Hintergrund der charismatischen Sängerin, die ihre Kindheit in Myanmar verbrachte, ist in jedem ihrer Tracks zu erspüren. Er fließt in die Songtexte ein, die nicht selten universelle Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten thematisieren, und macht diese genreübergreifende musikalische Melange zu einer authentischen Offenbarung. Lassen wir uns verzaubern!

Giulia Dabalà @bandcamp

Gros Coeur

Gros Coeur – das große Herz – sind ein Gegenmittel gegen Trübsinn, eine offene Einladung zur Entladung, eine wirksame Dosis euphorisierender Substanzen: laut, direkt, on the Point. Kompromisslos schicken die vier Belgier die Batterie nach vorn, flangen zu krautigen Beats, lassen vokal und instrumental weite psychedelische Sphären entstehen und verdichten diese dann zu einem treibenden rhythmischen Feuerwerk. Gros Coeur klingen ausgesprochen definiert, verlieren dabei jedoch nie eine gewisse Rauheit und Spontanität.
Ihre Debüt-EP „Gros Disque“ schlug 2023 wie ein Blitz ein, etwa hundert donnernde Live-Shows folgten. In kleinen Bars, etablierten Clubs und auf verschiedensten Festivals fanden Gros Coeur schnell heraus, wo sie sich am wohlsten fühlen: auf der Bühne. Und so sei es auch – beim L*abore 2026!

Gros Coeur @bandcamp

Marius Leicht

Stell dir vor: Instrumente mit Seele. Analoge Synthesizer, durchzogen von tibetischen Mantras. Elektrische Pianos mit Geschichten aus der Luftfahrt. Klangmaschinen, die einst heimlich Grenzen überwanden. Mittendrin: Marius Leicht – Dirigent, Entdecker, Geschichtenerzähler. Seine Performances sind keine Konzerte, sondern Reisen. Mal meditativ und schwebend, mal wild und ungezähmt. Immer im Dialog mit dem Moment.

Marius Leicht @bandcamp

Zoomies

Die Geschichte der Americana in Leipzig ist schnell erzählt. Erst kam lange nix,und dann endlich die Zoomies. Wobei die Zoomies – dem Herzensprojekt des Musikers Maxim Tschernych – auf dem Debüt-Tape “CarbonatedSoftDrinks” aus dem Jahre 2023 noch klangen wie eine Tüte New-Wave-Gemischtes zwischen Jack J., Bowie oder Ween. Aber nun endlich die folgerichtige, die Pop-Historie auf VHS-Tape rückwärtsspulende, leicht verrauschte Hinwendung zur Americana, genauer gesagt zum rock-poppigen Teil, wo Country oder Folk keine Schimpfwörter sind, wo Harry Nilsson einst seine Songs dichtete, wo Alex G heute lebt und von wo aus auch MJ Lendermann ein Liedchen singen kann. Hier treiben sich also auch die Zoomies herum. Wobei es die Zoomies live als 5-köpfige Band aber auch als Solo-Show gibt.Je nach Anlass. In Wahrheit sind die Zoomies eben die Protagonisten in den Songs von Maxim Tschernych. Das Album ist für den April 2026 auf dem Berliner staatsakt geplant. Die Vorfreude könnte grösser nicht sein.

Zoomies @bandcamp

Antoní

2024 veröffentlichte Antoní ihr bemerkenswertes Debüt „Holding Tight Lightly“, entstanden in Zusammenarbeit mit Produzent Can Güngör sowie dem norwegischen Komponisten und Arrangeur Einar Stray im Şen Bakkal Studio in Istanbul. Bemerkenswert, weil die Musik darin so erwachsen klingt, ohne dabei die Leichtigkeit des Experiments verloren zu haben. Gefühlvoll, ohne gefühlig zu sein, bricht das Projekt zu kleinen musikalischen Reisen auf, die sich ausgehend von rudimentären folkigen Strukturen über angejazzte und poppige Passagen hin zu elektronischen bis orchestralen Arrangements verdichten. Dadurch entsteht eine unglaublich weite und gleichzeitig subtile und unprätentiöse Klangwelt, in deren Zentrum sich immer wieder Stimme und Gitarrenspiel der Songwriterin Antoní erstrahlt.

Antoní @bandcamp